Glossar

Dieses Glossar dient als Begleitung für die Übersetzungen der 10 Bände der Bibliothek der Weisheit und des Mitgefühls. Während unseres Übersetzungsprjektes arbeiten wir ständig an diesem Glossar, daher lohnt es, immer wieder mal vorbeizuschauen. Falls Dir Fehler auffallen, freuen wir uns sehr über einen kurzen Hinweis von Dir. Nutze dazu gerne dieses kleine Kontaktformular: Feedback zum Glossar.

DeutschEnglischSanskritTibetischPaliErklärung
abhängiges Entstehendependent arisingpratītyasamutpādarten cing ’brel bar ’byung ba, rten ’byung, rten ’brelDieses hat drei Unterteilungen:
(1) kausale Abhängigkeit – Dinge die aufgrund von Ursachen und Umständen entstehen
(2) wechselseitige Abhängigkeit – Phänomene die in Abhängigkeit zu anderen Phänomenen existieren
(3) abhängige Benennung – Phänomene existieren als bloße Benennung durch Begriffe und Konzepte
AbhayagiriAbhayagiriEin frühes buddhistisches Kloster in Sri Lanka, das in den Lehren des frühen Buddhismus verwurzelt und vom Mahayana und später den tantrischen Lehren beeinflusst war; eine Gruppierung mit diesem Namen.
AbhidharmaAbhidharmaDer Teil der buddhistischen Lehren, der sich mit Weisheit befasst und detaillierte Analysen von Phänomenen enthält; eine der drei Sammlungen des Tripitaka.
AbsolutismusabsolutismśāśvatāntaEternalismus. Der Glaube, dass Phänomene inhärent existieren.
AgamasAgamasDie Anthologien der Schriften des chinesischen Kanons, die vier der fünf Nikayas des Pali-Kanons entsprechen.
Aggregateaggregatesskandhaphung po(1) Die vier oder fünf Komponenten eines Lebewesens: Körper (mit Ausnahme der im formlosen Bereich geborenen Wesen), Empfindungen, Unterscheidungsvermögen, gestaltende Faktoren und Bewusstsein.
(2) Im Allgemeinen sind die Aggregate eine Möglichkeit, alle vergänglichen Dinge zu kategorisieren. Dabei umfasst Form die fünf Sinnesobjekte, ihre fünf Sinneskräfte und Formen für das mentale Bewusstsein.
Allgemeinbildconceptual appearanceartha-sāmānyadon spyiDas geistige Bild eines Objektes, das einem begrifflichen Bewusstsein erscheint.
AmitabhaAmitabhaAmitabhaod dpag med / snang ba mtha‘ yasBuddha des grenzenlosen Lichts.
analytische Meditationanalytical meditationvicārabhāvanādpyad sgomMeditation um ein Objekt zu begreifen.
AnhaftungattachementEin Klesha, eine Verblendung. Eine verstörende Emotion, durch welche die guten Eigenschaften eines Objekts, überbewertet werden und durch die man es nicht loslassen kann.
Ansammlung von Verdienstcollection of meritpuṇyasaṃbhārabsod nams kyi tshogsDie Methodenseite der Praxis eines Bodhisattvas auf dem Pfad der Ansammlung
Arhatarhatdgra bcom paarahantEine Person, die alle Verdunkelungen zur Befreiung überwunden hat und frei von Samsara ist.
Arya, Edle, Edleraryaārya’phags paariyaEine Person, die direkt und unbegrifflich die Leerheit von inhärenter Existenz realisiert hat. Diese Person hat den Pfad des Sehens erlangt.
Arya-Bodhisattvaarya-bodhisattvaEine Person, die die vollständige Erleuchtung anstrebt und eine direkte und unbegriffliche Realisierung der Leerheit von inheränter Existenz hat.
AtmanatmanātmanWird in der indischen Philosophie verwendet und bezieht sich auf das (absolute) Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes. Atman wird häufig als „Seele“ übersetzt.
Befreiungliberationmokṣathar paZustand der Befreiung von zyklischer Existenz. Eine Wahre Beendgiung der Verdunkelungen zur Befreiung. Siehe auch Nirvana.
Benennungsgrundlagebasis of designationgdags gzhiDie Gesamtheit der Teile oder Faktoren, in Abhängigkeit von denen ein Objekt benannt wird.
beständig permanentnitya, niccartag pastatisch; verändert sich nicht von Moment zu Moment; bedeutet nicht notwendigerweise ewig bestehend.
beständiges, teileloses, unabhängiges Selbstpermanent, unitary, independent selfEine Seele oder Selbst (atman), das von Nicht-Buddhisten angenommen wird.
bestätigende Verneinungaffirming negativeEine Verneinung, die etwas anderes impliziert.
Bewusstseinconsciousnessjñānarnam shesDas, was klar und erkennend ist. Der klare, formlose und gewahre Teil eines Lebewesens das Erfahrungen erlebt, denkt, fühlt usw. Bewusstsein und Geist wird synonym verwendet.
Bewusstsein des klaren Lichtsclear lightDas subtilste Bewusstsein eines Lebewesens. Dieses subtilste Bewusstsein war immer frei von Verblendungen und wird es immer sein.
BhanakasbhanakasbhāṇakasEine Gruppe von Ordenspersonen, deren Aufgabe es war, die Heiligen Schriften auswendig zu lernen und zu rezitieren.
Bhiksu, Bhiksunibhishu, bhiksunibhikṣu, bhikṣuṇīVollordinierter Mönch oder Nonne.
Boddhisattva-Gelübdebodhisattva vowsGelübde, die im Zusammenhang mit dem Streben nach der Erleuchtung (bodhicitta) genommen werden.
Bodhi-Baumbodhi treeDer Baum im heutigen Bodhgaya unter dem Gautama Shiddartha die Erleuchtung erlangte und zum Buddha wurde.
Bodhisattvabodhisattvabyang chub sems dpaEine Person, die authentisches, ungekünsteltes Bodhicitta hat.
Bodhisattva Ebenebodhisattva groundbhūmibyang chub sems dpa’i saEin Bewusstsein, gekennzeichnet durch Weisheit und Mitgefühl im Kontinuum eines Arya-Bodhisattvas. Es ist die Grundlage für die Entwicklung positiver Eigenschaften und die Grundlage für die Beseitigung von Unwissenheit und falschen Erscheinungen
Bodhisattva-Fahrzeugbodhisattva yanaAuch universelles Fahrzeug, Mahayana oder Fahrzeug der Vollkommenheiten genannt. Die Praxis die zur Buddhaschaft führt.
Buddhadharmabuddha dharmaDie Lehren des Buddhas.
Buddha-Naturbuddha natureIm Allgemeinen das Potenzial das jedem Lebewesen innewohnt zur vollständigen Buddhaschaft zu gelangen.
BuddhaschaftbuddhahoodDie vollständige Erleuchtung, das vollständige Erwachen
CharvakaCarvakacārvākaEine antike indische philosophische Schule des Materialismus.
ChödchödChöd bedeutet abschneiden oder abtrennen. Es ist eine spirituelle Praxis des Tantra und beinhaltet das sog. ‚Durchschneiden des Ich‘ bzw. der falschen Vorstellung eines Ichs oder der Ego-Anhaftung an ein Selbst.
Chöd Liniechöd lineageDie Praxis des Chöd wurde von dem indischen Meister Padampa Sangye im Jahre 1092 nach Tibet gebracht und von der tibetischen Yogini Machig Labdrön (1055–1149) verbreitet.
DakinidakiniḍākinīEine hochverwirklichte weibliche tantrische Praktizierende.
das Rad des Dharma drehenturning the Dharma wheelDie Bezeichnung dafür, dass der Buddha lehrt.
definitive Unterweisungendefinitive teachingsnītārthaUnterweisungen, die die letztendliche Natur oder Realität zum Inhalt haben und die wörtlich akzeptiert werden können (gemäß der Prasangika Lehrmeinung).
Siehe auch interpretierbare oder vorläufige Unterweisungen.
DevadevadevaGott; Ein Wesen das in einem Götterbereich des Begierdebereiches oder des Form- oder formlosen Bereiches wiedergeboren wurde.
DhammaDhammadhammaDas Pali Wort für Dharma.
DharanidharanidhāraṇiMantra; eine Reihe von Silben, die eine spirituelle Bedeutung ausdrücken.
DharmaguptakaDharmaguptakaEine der achtzehn frühen Schulen, deren Vinaya heute in Ostasien praktiziert wird.
DharmakayadharmakayadharmakāyaWeisheitskörper. Körper – Skt. Kaya – bezieht sich auf eine Ansammlung von Qualitäten. Im Allgemeinen bezieht sich Dharmakaya auf das erleuchtete Bewusstsein.
Die Vier Wahrheiten der Edlenfour truths of the aryascatvāry āryasatyāniDie Wahrheit von Duhkha, die Wahrheit der Ursprünge von Duhkha, die Wahrheit der Beendigung und die Wahrheit des Pfades zur Beendigung.
drei Höhere Schulungenthree higher trainingsDie Schulungen in Ethik, Konzentration und Weisheit, die im Rahmen Zufluchtnahme zu den drei Juwelen praktiziert werden und den Weg zur Befreiung darstellen.
DukkhadukkhaduḥkhadukkhaLeid; Unzufriedenstellende Erfahrungen in zyklischer Existenz.
Dzogchendzogchenrdzogs pa chen poDie große Vollkommenheit. Fortgeschrittene Praxis des Universellen Fahrzeugs, mit dem Ziel, Zugang zum eigenen reinen Gewahrsein zu gewinnen.
eigenständiges, substanziell existierendes Selbstself-sufficient substantially existent persongang zag rang rkya thub pa’i
rdzas yod
Eine Person die unabhängig von ihren Aggregaten identifiziert werden kann. Ein solches Selbst existiert nicht.
Eingangskonzentrationaccess concentrationupacāra samādhiStufe der Konzentration die mit Stillem Verweilen erlangt wird.
Einsgerichtetheitone pointednesssamadhiStilles Verweilen
Einsichtinsightvipaśyanā, vipassanālhag mthongEine unterscheidende Weisheit verbunden mit spezieller Geschmeidigkeit, hervorgerufen durch die Kraft das Objekt mittels Stillem Verweilen analysiert zu haben.
EmpfindungfeelingvedanāEines der fünf Aggregate; die Erfahrung eines Objektes als angenehm, unangenehm oder neutral.
erhabenes Bewusstsein exalted knowerjñānamkhyen paDie Realisierung einer Person die in einen Pfad eingetreten ist. Sie besteht vom Pfad der Ansammlung bis zur Buddhaschaft. Erhabenes Bewusstsein, Pfad, Ebene und klare Realisierung sind gleichbedeutend.
Erleuchtung enlightenmentBuddhaschaft
Erleuchtungsgeistbodhicittabyang chub semsEin mentales Hauptbewusstsein, das durch das Streben nach dem Wohl anderer hervorgerufen und von dem Streben nach dem eigenen vollständigen Erwachen begleitet wird. Dies ist der konventionelle Erleuchtungsgeist. Siehe auch letztendliches Bodhicitta.
FahrzeugyanaWie ein Fahrzeug jemand von A nach B bringt, so bringt die buddhistische Praxis Praktizierende von ihrer Ausgangssituation zu ihrem spirituellen Ziel.
Formkörperform bodyrūpakāyaDer Körper in dem ein Buddha den Lebewesen erscheint. Der Formkörper beinhaltet den Sambhoga- und den Nirmanakaya.
fühlendes Wesensentient beingsattva, sattasems canJedes Wesen ausgestattet mit Bewusstsein, das noch kein Buddha ist.
funktionierendes Phänomenfunctional phenomenaDing; Ein Phänomen, das durch Ursachen und Umstände entstanden ist und das eine Wirkung hervorbringt.
GathasgathasgāthasKurze Verse oder Zeilen entnommen aus den Sutras oder von großen Meistern verfasst, die unseren Geist zu einem heilsamen Zustand steuern.
GeistmindcittasemsDas, was klar und erkennend ist. Der klare, formlose und gewahre Teil eines Lebewesens das Erfahrungen erlebt, denkt, fühlt usw. Bewusstsein und Geist wird synonym verwendet.
Geistesfaktor mental factorcaitta, cetasikaEin Aspekt des Bewusstseins, der eine bestimmte Qualität des Objektes wahrnimmt oder eine spezifische kognitive Funktion erfüllt.
Geistesschulungmind trainingEine Methode den Geist im konventionellen und letztendlichen Erleuchtungsgeist zu schulen. Texte zum Geistestraining bestehen aus kurzen, aussagekräftigen Instruktionen.
Geistesstrommindstreamcittasaṃtāna, cittasantānasems kyi rgyunDie Kontinuität des Bewusstseins – von Moment zu Moment und über alle Leben hinweg.
Gelug(-pa)Gelug(-pa)Praktizierende des Tibetischen Buddhismus die der Tradition angehören, die von Tsongkhapa (1357 – 1419) gegründet wurde.
GesheGesheEin Gelehrtengrad im Tibetischen Buddhismus, das in etwa einem akademischen Doktortitel entspricht. Dieser Titel wird durch ein ca. 20 jähriges Studium in einer Klosteruniversität erworben. Die weibliche Form lautet Geshe-ma.
Greifen nach einem Selbstself-graspingātmagrāha, attagahabdag ’dzinGreifen nach inhärenter Existenz.
grundlegender, angeborener Geist des klaren Lichtsfundamental innate mind of clear lightgnyug ma lhan cig skyes pa’i ’od
gsal gyi sems
Die subtilste Ebene des Bewusstseins.
Grundlegendes FahrzeugFundamental VehicleDer Pfad der zur Befreiung der Sravakas und Selbstverwirklicher führt.
gültige Erkenntnisreliable cognizerpramāṇatshad maEin ungetäuschtes Gewahrsein, das unwiderlegbar ist in Bezug auf sein Hauptobjekt und das es uns ermöglicht, unsere Ziele zu erreichen.
Guru-Yogaguru yogaEine tantrische Praxis, in der man sich mittels Visualisierung vorstellt, dass sich die eigenen Qualitäten von Körper, Rede und Geist mit den guten Eigenschaften des spirituellen Lehrers, der Lehrerin verbinden.
Höchstes Yoga Tantrahighest yoga tantraanuttarayogatantrarnal ’byor bla na med pa’i rgyudDie höchste und fortgeschrittenste der vier Klassen des Tantra.
Hörersravakaśrāvakanyan thossāvakaEine Person, die das Grundlegende Fahrzeug praktiziert und die persönliche Befreiung anstrebt und sich dabei vor allem auf die Vier Wahrheiten der Edlen stützt.
inhärente Existenzinherent existencesvabhāvaEine Existenzweise unabhängig von irgendwelchen Faktoren; eigenständige Existenz.
JainismusjainEine in Indien gegründete, nicht-theistische Religion, welche die Bedeutung von Mitgefühl, Gewaltlosigkeit und Selbstdisziplin betont. Gegründet wurde sie von Vardhamana, der auch „Jina“ genannt wird. Daher stammt auch der Name „Jain“ als jemand, der die Lehren von Jina befolgt.
Jataka Erzählungenjakata talesGeschichten über die früheren Wiedergeburten von Buddha Shakyamuni. Eine Sammlung von 547 Jataka-Erzählungen liegt im Khuddaka-Nikaya vor.
JetavanaJetavanaEin frühes buddhistisches Kloster in Sri Lanka, das in den Lehren des frühen Buddhismus verwurzelt und vom Mahayana und späteren tantrischen Lehren beeinflusst war; eine Gruppierung mit diesem Namen.
KangyurkangyurDer tibetische Kanon, der die Lehrreden des Buddhas umfasst.
Karmakarmalas kyi sa bonbeabsichtigte Handlung; beinhaltet sowohl geistige als auch verbale und körperliche Handlungen.
Khenpo (m), Khenmo (w)khenpo (m), hhenmo (f)Ein Grad für höhere buddhistische Studien im tibetischen Buddhismus, der in den Nyingma-, Kagyü- und Sakya-Traditionen in der Regel nach einem 13-jährigen intensiven Studium nach der Sekundarschule verliehen wird.
KleshakleshakleshaWird auch als Verblendung, Geistesplage oder Geistesgift übersetzt. Ein negativer, unheilsamer Geistesfaktor, der den natürlichen ruhigen Zustand des Geistes verstört und negative Handlungen bewirkt.
kognitive Verdunkelungencognitive obscurationsjñeyāvaraṇashes sgribVerdunkelungen zur Allwissenheit; Verdunkelungen, die hauptsächlich die vollständige Erleuchtung verhindern; die Prägungen der Unwissenheit und die subtile dualistische Sichtweise, die sie hervorrufen.
konventionelle Existenzconventional existencesaṃvṛtisatkun rdzob tu yod paExistenz im Allgemeinen
LamrimlamrimStufen auf dem Pfad der Erleuchtung; ein Text der diese Stufen unterrichtet, gemäß den Erklärungen der drei Reichweiten von Praktizierenden.
Leerheitemptinessśūnyatāstong pa nyidDie Abwesenheit von inhärenter oder eigenständiger Existenz.
leicht verborgene Phänomene slightly obscure phenomenaparokṣaPhänomene, die gewöhnliche Wesen anfangs nur durch eine Schlussfolgerung erkennen können.
letztendliche Wahrheitultimate truthparamārthasatyaDie letztendliche Art und Weise der Existenz von Personen und Phänomenen; Leerheit.
letztendliches Bodhicittaultimate bodhicittaDie Weisheit, die die Leerheit direkt erkennt und unterstützt wird durch das konventionelle Bodhicitta.
Madhamaka, Madhyamikamadhamaka, madhyamikaMadhyamaka:Buddhistische philosophische Auffassung. Madhayamika: eine Person, die eine buddhistische Lehrmeinung verkündet und die These vertritt, dass es keine Phänomene, nicht einmal kleinste Teilchen, gibt, die wahrhaft existieren; Vertreter der Philosophie der Mitte
MahaviharaMahaviharamahāvihāraEin Kloster in Sri Lanka vor vielen Jahrhunderten, dessen Lehren in Sri Lanka und der Theravada-Welt bekannt wurden; eine buddhistische Gruppierung in Sri Lanka.
MahayanaMahayanamahāyānaFahrzeug der Vollkommenheiten; Universelles Fahrzeug; Der Weg zur Buddhaschaft; die Schriften, die diesen Weg beschreiben; eine Bewegung oder Form der Praxis innerhalb des Buddhismus, die in Indien vorherrschend wurde und sich nach Zentral- und Südost-Asien ausbreitete.
MandalamandalaIm Allgemeinen ein rundes Symbol, das als Repräsentation einer bestimmten Bedeutung verwendet wird – meistens als Repräsentation eines Weltensystems.
MantramantraEine Reihe von Silben und häufig auch eingefügten Sanskritwörtern und -ausdrücken, die allesamt erleuchtende Sprache repräsentieren und die, wenn man sie wiederholt, den Geist vor destruktiven Zuständen schützen.
MantrayanamantrayanaVajra-Yana; die buddhistische Praxis des Tantra innerhalb des Universellen Fahrzeugs.
MaramaraEtwas, das begrenzten Wesen schadet oder Störungen und Hindernisse für konstruktive Handlungen bewirkt.
Meditationsgottheitmeditational deityyidamEine buddhistische Gottheit, die ein Buddha oder ein hochverwirklichter Bodhisattva ist und in bestimmten Formen der Meditation visualisiert wird.
meditative Versenkung auf Leerheitmeditative equipoise on emptinessDas Bewusstsein eines Aryas, das sich in einsgerichteter Konzentration auf die Leerheit befindet.
MitgefühlcompassionkaruṇāDer Wunsch, dass alle Lebewesen frei sind von Dukkha und dessen Ursachen.
MulasarvastivadaMulasarvastivadamūlasarvāstivādaEine frühe buddhistische Schule die ein Zweig der Sarvastivada Schule ist. Die im tibetischen Buddhismus vorherrschende Vinaya Linie.
NaganagaBezeichnet in der indischen Mythologie ein Schlangenwesen oder eine Schlangengottheit.
Nalanda TraditionNalanda traditionDie buddhistische Tradition, die aus dem Nalanda-Kloster und anderen Klosteruniversitäten in Indien hervorging, welche vom 6. bis zum späten 12. Jahrhundert florierten.
NaturlosigkeitnaturelessnessEin philosophisches Konzept innerhalb der Chittamatra Lehrmeinung.
Natur-Wahrheits-Körpernature truth bodysvabhāvika dharmakāyaDer Buddha-Körper, der die Leerheit des erleuchteten Bewusstseins und die wahre Beendigung eines Buddhas ist. siehe auch Wahrheitskörper, Dharmakaya
nicht-bestätigende Verneinungnonaffirming negativeprasajyapratiṣedhamed dgagEin Phänomen, bei dem nach der ausdrücklichen Eliminierung des Objekts der Verneinung durch ein Bewusstsein kein anderes Phänomen vorgeschlagen oder festgestellt wird. Ein Phänomen, das die bloße Abwesenheit eines Objekts der Verneinung ist.
Nicht-DualitätnondualityDas Nichterscheinen von Objekt und Subjekt, eigenständiger Existenz, konventioneller Existenz und begrifflicher Vorstellungen während der meditativen Versenkung eines Aryas auf die Leerheit.
niedere Bereichelover realms, unfortunate statesapāyaQualvolle oder niedere Bereiche der Wiedergeburt als Höllenwesen, Hungergeist oder Tier.
Nihilismusnihilismucchedānta, vibhavadiṭṭhiDer Glaube, dass unser Handeln keine ethische Dimension hat; der Glaube, dass das, was existiert – wie z.B. die Drei Juwelen, die Vier Wahrheiten und das Gesetz von Ursache und Wirkung – nicht existiert.
NikayaNikayanikāya(1) Die Sammlung von Suttas im Pali Kanon.
(2) Eine Tradition innerhalb des Theravada Buddhismus
Nirmanakayaemanation bodynirmāṇakāyaAusstrahlungskörper; Der Buddha-Körper, der gewöhnlichen Lebewesen erscheint, um ihnen von Nutzen zu sein.
NirvananirvananirvāṇaDer Zustand der Befreiung eines Arhats; der gereinigte Aspekt eines Bewusstseins, das frei ist von den Verblendungen.
NyingmaNyingmaDie älteste der vier Traditionen des Tibetischen Buddhismus.
Objekt der Verneinungobject of negationpratiṣedhyadgag byaEtwas, das unserem Geist erscheint, in Wirklichkeit aber nicht existiert und verneint oder widerlegt werden muss.
Ein Nicht-Existentes, das empfindungsfähige Wesen irrtümlich als existent begreifen. Es wird durch Argumentation verneint oder widerlegt.
offensichtliche Phänomene evident phenomenaPhänomene, die gewöhnliche Wesen mit ihren fünf Sinnen wahrnehmen können.
OrdenspersonmonasticEine Person, die die Ordensgelübde erhalten hat; ein Mönch oder eine Nonne.
Pali TraditionPali traditionBuddhistische Tradition basierend auf den Schriften verfasst in Pali.
ParinirvanaparinirvanaparinirvāṇaDas Dahinscheiden des Buddhas.
Personpersonpudgala, puggalagang zagEin Lebewesen benannt in Abhängigkeit der vier oder fünf Aggregate.
Prägungenlatenciesvāsanābag chagsLatenzen, Neigungen oder Tendenzen. Es gibt Prägungen des Karmas und Prägungen der Verblendungen.
PrajnaparamitaprajnaparamitaprajñāpāramitāVollkommenheit der Weisheit, welche das Thema einer Klasse von Mahayana Sutras dieses Namens ist.
Pratimoksha Gelübdepratimoksha vowsprātimokṣaEthische Gelübde für Ordenspersonen und Laien, die dabei unterstützen die Befreiung zu erlangen.
PujapujapūjāRitual in der buddhistischen Praxis.
Reines Landpure landEin Daseinsbereich, außerhalb von zyklischer Existenz, in dem nur Bedingungen herrschen, die günstig sind für die spirituelle Praxis und in dem dadurch große spirituelle Verdienste angehäuft werden können.
SadhanasadhanaText für ein buddhistisches Praxisritual. Wörtlich: Methode zur Verwirklichung
Samadhi, meditative stabilizationsamadhisamādhiting-nge-‚dzineinsgerichtete Konzentration
Sambhogakayaenjoyment bodysaṃbhogakāyaFreudenkörper; Der Buddha-Körper, der in den reinen Ländern erscheint, um die Arya Bodhisattvas zu unterrichten.
SamsarasamsarasaṃsāraDaseinskreislauf, zyklische Existenz; (1) ständig wiederkehrende Wiedergeburt unter der Kontrolle von Verblendungen und verunreinigtem Karma. (2) Die fünf Aggregate einer Person, die auf diese Weise Wiedergeburt angenommen hat.
Sanskrit TraditionSanskrit traditionDie buddhistische Tradition basierend auf den Schriften verfasst in Sanskrit und anderen zentralasiastischen Sprachen.
schlussfolgerndes Bewusstsein inferential cognizeranumānaEin begriffliches Bewusstsein, das sein Objekt mittels einer korrekten Begründung erkennt.
sechs Vollkommenheitensix perfectionsṣaḍpāramitāphar phyin drugDie Übung der Großzügigkeit, Ethik, Geduld, Enthusiasmus, Konzentraton und Weisheit, motiviert durch Bodhicitta
sehr verborgenes Phänomenvery obscure phenomena
Phänomene, die man nur aufgrund der Aussage einer zuverlässigen Person oder einer gültigen Schrift wissen oder verstehen kann.
Selbstselfātman, attanbdag(1) das konventionelle Ich, die Person (2) das unabhängige Ich das es nicht gibt, (3) eigenständige Existenz
Selbstbezogenheitself-centeredness(1) Im Allgemeinen die Einstellung die glaubt, dass unser eigenes Glück wichtiger ist als das aller anderen.
(2) die Einstellung, die nur die eigene persönliche Befreiung anstrebt
Selbstverwirklichersolitary realizerpratyekabuddharang sangs rgyasEine Person, die das Grundlegende Fahrzeug praktiziert und die persönliche Befreiung anstrebt, sich dabei vor allem auf die 12 Glieder des abhängigen Entstehens stützt und ihre Praxis in ihrem letzten Leben vor Erreichung der Arhatschaft ohne einen Lehrer weiterverfolgt.
Sicht der vergänglichen Ansammlungview of a personal identity; view of the transitory collectionsatkāyadṛṣṭi, sakkāyadiṭṭh’jig ltaSicht einer verzerrten persönlichen Identität basierend auf der vergänglichen Ansammlung der Aggregate; gemäß Prasangika Lehrmeinung: Greifen nach einem eigenständig existierenden Ich oder Mein
siebenunddreißig Faktoren der Erleuchtungthirty-seven aids to awakeningbodhipakṣya-dharmaSieben Sets von Übungen:
(1) Die vier Ausrichtungen der Achtsamkeit
(2) Die vier Arten des rechten Aufgebens
(3) Die vier Stützen übernatürlicher Fähigkeiten
(4) Die fünf Kräfte
(5) Die fünf Stärken
(6) Die sieben Elemente der Erleuchtung
(7) Die acht Elemente eines Arya-Pfades (d.h. der Edle Achtfache Pfad)
stabilisierende oder einsgerichtete Meditationstabilizing meditationsthāpyabhāvanājog sgomMeditationsart um das Bewusstsein auf ein Objekt zu fokussieren und zu konzentrieren.
SthaviraSthavirasrotāpannargyun zhugsEine frühe buddhistische Schule. Es heißt die Theravada Tradition habe sich daraus entwickelt
stilles Verweilenserenity, calm abidingśamatha,zhi gnasSanskrit Tradition: Konzentration, die durch Meditation entstanden ist und von der Glückseligkeit geistiger und körperlicher Geschmeidigkeit begleitet wird, in der der Geist mühelos und ohne Fluktuation so lange verweilt, wie wir es wünschen, auf welchem tugendhaften oder neutralen Objekt er auch immer platziert worden ist.
Pali Tradition: Einsgerichtetheit des Geistes; die acht Erlangungen (meditative Versenkungen), welche die Basis für Einsicht sind.
SutrayanaSutrayanasūtrayānaDer Weg zur Erleuchtung, basierend auf den Sutras.
SuttasuttaDas Pali Wort für Sutra.
TathagataTathagatatathāgatadezhin shekpader so Gegangene, der so Gekommene; aus der Soheit Gekommene, in die Soheit Gegangene, oder: der Vollendete; ein Buddha
TengyurtengyurUmfasst alle Kommentare von großen Meistern zu den Lehren des Buddhas, die ins Tibetische übersetzt wurden.
Termaterma
Unterweisungen die in der Natur versteckt wurden oder als visionäre Unterweisungen enthüllt wurden.
TertontertonEin buddhistischer Lehrer oder Lehrerin, der oder die eine Terma enthüllt.
TheravadaTheravadatheravādaDie vorherrschende Ausprägung des Buddhismus die heutzutage in Sri Lanka, Thailand, Burma, Laos, Kambodscha usw. praktiziert wird.
TripitakaTripitakatripiṭakaDie Lehren des Buddhas werden unterteilt in drei Bereiche: Vinaya, Sutra und Abhidharma.
Unwissenheitignoranceavidyāma rig paEin Geistesfaktor, der verdunkelt ist und nach dem Gegenteil davon greift, wie die Phänomene tatsächlich existieren. Es gibt zwei Arten: die Unwissenheit in Bezug auf die Realität, welche die Wurzel von Samsara ist und die Unwissenheit in Bezug auf Karma und seine Wirkungen.
VerblendungafflictionkleshaWird auch als Klesha, Geistesplage oder Geistesgift übersetzt. Ein negativer, unheilsamer Geistesfaktor, der den natürlichen ruhigen Zustand des Geistes verstört und negative Handlungen bewirkt.
VerdienstmeritpuṇyaWirksamkeit; positives Karma
Verdunkelungen zur Befreiungafflictive obscurationskleśāvaraṇaVerdunkelungen, die hauptsächlich die Befreiung verhindern; werden auch Hindernisse zur Befreiung genannt; Verblendungen, ihre Samen und verunreinigtes Karma.
verunreinigtpollutedāsrava, āsavazag pakontaminiert; unter dem Einfluss von Unwissenheit oder der Prägung von Unwissenheit.
verzerrte Intelligenzcorrupted intelligenceEin analytischer Geistesfaktor, der zu einer falschen Schlussfolgerung gelangt.
VinayaVinayaOrdensdisziplin; die Schriften, welche die Ordensdisziplin darlegen.
vollständige Erleuchtungfull awakeningsamyaksaṃbodhiBuddhaschaft; vollständiges Erwachen; der Zustand in dem alle Verdunkelungen beendet sind und alle positiven Qualitäten zur Vollkommenheit gebracht sind.
vorläufige oder zu interpretierende Unterweisungeninterpretable/ provisional teachingsneyārthaUnterweisungen, die nicht die letztendliche Natur der Phänomene zum Inhalt haben und / oder Unterweisungen, die nicht wörtlich genommen werden können. Siehe auch definitive Unterweisungen.
Wahre BeendigungcessationnirodhaDie Beendigung der Verblendungen, ihrer Samen und des verunreinigten Karmas, welche Wiedergeburt im Daseinskreislauf bewirken. Befreiung; die dritte der Vier Wahrheiten der Edlen
wahre Existenztrue existencesatyasatbden par yod paEine Existenzweise die ihre eigene Bestehensweise oder eigene Realität hat.
Prasangika: Existenz aus eigener Kraft, ohne bloß benannt zu sein aufgrund von Namen and Konzepten.
Svatantrika: etabliert als eigene Bestehensweise ohne festgestellt zu werden, durch die Kraft eines nicht-fehlerhaften Bewusstseins
Wahrheitskörpertruth bodydharmakāyachos skuDer Buddha-Körper, der aus dem Natur-Wahrheitsköper und dem Weisheits-Wahrheitskörper besteht.
Weisheits-Wahrheitskörperwisdom truth bodyjñāna dharmakāyaye shes chos kuDas erleuchtete Bewusstsein eines Buddhas.
Zuverlässigkeit der Schriftenscriptural authorityDie Verlässlichkeit auf Schriften, die drei Kriterien erfüllen und somit glaubwürdig sind.
zyklische Existenzcyclic existencesaṃsāraDaseinskreislauf; Der Kreislauf der Wiedergeburt der unter der Kontrolle von Verblendungen und Karma steht.